Palazzo Landolina San Carlo al Corso
Noto weist eine außerordentliche historische und kulturelle Schichtung auf, da es, seit seiner Gründung als Dorf der Sikuler, dem späteren Einfluss zahlreicher anderer Völker, dem der Griechen, Römer, Byzantiner, Moslems, Normannen und des angevinischen Volks, ausgesetzt war. Jeder dieser Geschichtsabschnitte hinterließ seine unauslöschlichen Spuren im reichen Kulturgut der Stadt bis zum Jahr 1693. Nach dem Erdbeben dieses Jahres wurde die Stadt so großartig im Barockstil wieder aufgebaut, dass sie sich nun den Namen Noto, Giardino di Pietra (Garten aus Stein) verdiente.

Die als Weltkulturerbe in die World Heritage List eingetragene Stadt zeigt einen innovativen Aufbau als Ausdruck höchster Baukunst. Die Genialität von Künstlern und Architekten wie Gagliardi, Sinatra, Labisi, Carasi, Sozzi bereichert die Stadt, bis sie in den goldenen Sonnenuntergängen Siziliens zu einer fast magischen Vision wird. Unvergesslich sind die Monumentalbauten, von der Piazzetta dell’Immacolata zur eindrucksvollen Piazza Duomo, die von der Kathedrale (z.Z. in Restaurierung) und den Palazzi Ducezio, Landolina, Cannicarao und Villadorata beherrscht wird. Und darüber hinaus weitere zwanzig Kirchen und Klöster, die den antiken Stadtkern füllen und, zusammen mit den herrschaftlichen Häusern, eine außerordentliche barocke Szenerie und Kulisse schaffen, die den antiken Glanz der Stadt widerspiegelt.

Text: Dott. Gaetano Malandrino
Photos by: Michele Castobello
Chiesa Montevergini Teatro
 
Palazzo Ducezio Fontana d'Ercole
 
Panoramica Infiorata 2003